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Die perfekte Homepage – beliebte Fehler und Tipps

Ihr möchtet eine neue Hompage erstellen oder programmieren lassen? Habt ihr bereits eine Seite und fragt euch, warum sie nicht gut besucht wird? Es entscheiden hundert kleine Nuancen darüber, ob ein Besucher auf eurer Seite weiterliest, oder ob er seine Suche frustriert abbricht. Holt euch hier das geballte Wissen für die perfekte Homepage.

Eine wirklich gute und erfolgreiche Homepage vereint stets diese Kriterien:

  1. Die Nutzerführung ist klar, stringent und zielführend, der Besucher findet schnell seine benötigten Informationen
  2. Die Zielgruppenansprache ist eindeutig
  3. Die Inhalte sind optimiert auf Funktion und Thematik
  4. Die Seiten sind suchmaschinen-optimiert und sicher
  5. Die Ladezeiten sind gut, sowohl auf dem Rechner, als auch mobil
  6. Die Optik ist ansprechend und modern

Es gibt unzählige Homepage-Baukasten-Anbieter, die kostenlose Internetseiten und Domains anbieten. Für kleine Unternehmen ohne ernsthafte Ambitionen, Blogger und Privatpersonen ist das eine gute und günstige Möglichkeit sich im Web zu präsentieren. Im Business jedoch, vor allem wenn ihr mit eurer Seite Geld verdienen möchtet, muss die Seite einwandfrei funktionieren und klare Ziele verfolgen. Bei Baukasten-Systemen ist das meist nicht der Fall, da viele benötigte Funktionen einfach nicht angeboten werden.

Nachfolgend zähle ich euch die beliebtesten Fehler auf, die bei Webseiten gemacht werden. Dazu gibt es hilfreiche Tipps, wie ihr es richtig macht.

 

1. Es mangelt an der Nutzerführung / Usability

  • zu viele Navigationen oder Informations-Ebenen (Hauptnavi, Unternavi, Seitennavi, Slidernavi, und und und)
  • zu viele Hauptnavigationspunkte
  • unklare Bezeichnungen
  • die Seite ist überfrachtet, es gibt zu viele Inhalte
  • die wichtigsten Informationen fehlen
  • keine klare Struktur, der Nutzer kann sich nicht an den Aufbau gewöhnen
  • zu wenig oder keine Kontaktmöglichkeiten
  • defekte Inhalte und Funktionen
  • Schriften sind defekt oder nicht lesbar
  • die Seite steht zu oft oder ständig im Wartungsmodus

TIPPS für eine nutzerfreundliche Homepage: 

Lasst eure Seite von Unbedarften testen – gebt ihnen eine Aufgabe, zum Beispiel das finden einer bestimmten Information oder den Kauf eines bestimmten Artikels. Findet derjenige in kürzester Zeit alles? Versucht die benötigten Klicks bis zum Ziel möglichst gering zu halten. Reduziert die Navigationsebenen und führt gegebenenfalls Themen zusammen oder streicht Inhalte, die nicht wirklich benötigt werden.
Achtet zwingend drauf, dass die Strukturen und der Aufbau des Inhalts einem roten Faden folgen. Der Nutzer erlernt eure Seite schneller, kann sich an Abläufe gewöhnen und findet sich so besser zurecht.
Checkt auch regelmäßig alle Funktionen und installiert notwenige Updates um eine reibungslose Nutzung zu gewährleisten.


2. Die Zielgruppe wird nicht oder falsch angesprochen

  • es werden unpassende oder unleserliche Schriften verwendet
  • die Optik entspricht nicht dem, was die Zielgruppe erwartet
  • es kommen nicht die richtigen Suchbegriffe vor, die eure Zielgruppe verwendet
  • ihr agiert international, aber eine Mehrsprachigkeit wird nicht angeboten
  • der Besucher wird durch zu viel Werbung und Pop-Ups vergrault
  • die Domain ist kryptisch und verweist nicht eindeutig auf den Inhalt
  • die Inhalte sind nicht auf eure Wunsch-Besucher abgestimmt
  • die Seite ist zu unpersönlich und vermittelt kein Vertrauen

TIPPS für eine passende Zielgruppenansprache: 

Das wichtigste ist: Kennt eure Zielgruppe! Erst wenn ihr alles über eure Wunschkunden wisst, solltet ihr anfangen eure Homepage einzurichten. Dazu gehören Dinge wie Wohnort, Alter, Geschlecht, Vorlieben, Hobbies, Aufenthaltsorte und so weiter. Ihr solltet genau wissen, was von euch und eurer Leistung erwartet wird. Dementsprechend solltet ihr eure Internetseite aufbauen.
Ein Beispiel: Ein Rechtsanwalt, der eine reich verschnörkelte Schrift und Überschriften in grellen Farben verwendet, wird kaum ernst genommen. Wenn seine Zielgruppe dann auch noch hochrangige Unternehmer sind, wird die gewünschte Kundschaft ausbleiben. Bessere Ergebnisse erzielt er mit einer zurückhaltenden, sachlichen und seriösen Seite.


 

3. Die Inhalte sind nicht optimiert

  • Bilder haben eine zu hohe Auflösung und verschlechtern die Ladezeiten
  • es wurden Bilder veröffentlicht, für die man keine Rechte besitzt
  • Bilder haben eine zu niedrige Auflösung und sind verschwommen/pixelig
  • Bilder sind nicht suchmaschinen-optimiert
  • Bilder sind thematisch unpassend
  • der Text ist unverständlich und in Fach-Chinesisch
  • unpassende Themen werden veröffentlicht, die nichts mit der eigenen Leistung zu tun haben
  • es werden fremde Inhalte/Texte verwendet für die man keine Rechte besitzt
  • Texte sind nicht suchmaschinen-optimiert
  • die Inhalte sind veraltet

TIPPS für gute Inhalte:

Beschränkt euch beim Zusammentragen der Inhalte auf das Wesentliche. Eine ABC-Analyse kann helfen. Teilt dabei die Themen ein in „muss enthalten sein“, „sollte enthalten sein“ und „kann enthalten sein“. So wisst ihr gleich, was ihr streichen könnt, wenn die Seite zu überladen wirkt. Fragt eine neutrale Person, ob die Inhalte verständlich sind und ob die Bilder das auch vermitteln.


 

4. Die Suchmaschinen-Optimierung ist schlecht / es mangelt an Sicherheit

  • die Bilder und Texte sind nicht optimiert für die Suchmaschinen
  • es wurden keine oder unpassende Keywords hinterlegt
  • die Permalinks sind zu lang oder mit ungültigen Zeichen belegt
  • Texte sind als Grafik/jpg hochgeladen und somit nicht auslesbar
  • die Seiten sind nicht für die Suchmaschinen beschriftet
  • die Inhalte werden nicht regelmäßig aktualisiert
  • kein relevanter Content
  • fehlende Sicherheits-Plugins für Firewall, beschränkte Logins, Captchas und Bot-Sperren
  • veraltete Plugins und fehlende Updates
  • keine SSL-Verschlüsselung bei Datenübertragungen
  • fehlende Sicherheitsabfragen bei Formularen oder Interaktionen

TIPPS für eine gute Auffindbarkeit bei den Suchmaschinen:

Arbeitet an eurer Homepage und sie arbeitet für euch. Regelmäßig bespielte Webseiten werden von den Suchmaschinen bevorzugt und rutschen im Ranking nach oben. Es ist ratsam, eure Homepage wöchentlich zu aktualisieren. Wenn Ihr keine Zeit dafür habt, könnt ihr euren Content auch betreuen lassen.
Nutzt ein Tool (bei WordPress zum Beispiel „Yoast SEO“), welches euch die Optimierung erleichtert. Es gibt Hinweise, wenn Alternativtexte bei Bildern oder Keywords fehlen. Hier gilt ebenfalls: Räumt eure Inhalte auf, um für euch, eure Besucher und die Suchmaschinen einen besseren Überblick zu gewährleisten.

TIPPS für die Sicherheit: 

Generell sind individuell programmierte Seiten sicherer als Baukasten-Systeme oder freie Themes. Das liegt ganz einfach daran, das Hacker ebenfalls freien Zugriff auf die Strukturen haben und Schwachstellen leichter auslesen können. Oftmals hat man bei vorgefertigten Systemen nicht die Möglichkeit auf den Quellcode zuzugreifen. Bei der Neuprogrammierung hingegen kann ein Programmierer Hürden einbauen, die eure Seite enorm sicherer machen.


 

5. Die Ladezeiten sind zu langsam

  • Bilder sind zu groß und laden ewig oder gar nicht
  • der Provider-Server ist zu langsam oder für euer System nicht ausgelegt
  • der Server ist nicht gesichert und wurde gehackt
  • defekte Plugins verhindern das Laden der Inhalte
  • der Code ist schlecht und verbuggt
  • Updates wurden vernachlässigt

TIPPS für schnelle Ladezeiten:

Wiedermal gilt: eine saubere Seite ist eine schnelle Seite. Reduziert Inhalte und verwendet eine saubere Struktur. Lasst eure Seite idealerweise von einem Programmierer neu und sauber aufsetzen.
Testet eure Seitengeschwindigkeit, zum Beispiel auf tools.pingdom.com. Das Testergebnis gibt dann Hinweise, wo Verbesserungsbedarf besteht.
Fahrt regelmäßig Updates und merzt somit Bugs und Schwachstellen aus. Regelmäßige Checkups sind essentiell und vorbeugend. Lasst euch von einem Programmierer helfen, wenn ihr euch nicht sicher seid. Vergesst nicht, vor jeder Installation von Updates ein Backup eurer Homepage zu erstellen.


 

6. Die Optik ist nicht ansprechend und das Design veraltet

  • man erkennt, dass die Seite in den 80ern/90ern erstellt wurde und seither nichts passiert ist
  • es passiert zu viel auf der Seite, alles bewegt sich, blinkt und swusht
  • die Farben sind unpassend, zu hell, zu dunkel, zu grell
  • die Schriften sind unseriös und nicht leserlich
  • die Bilder entsprechen nicht der Thematik oder sind unproffesionell
  • Töne oder Musik springen an, wenn man die Domain öffnet
  • die Seite ist mit Werbebannern und Pop-Ups überfrachtet und lenken vom Inhalt ab

TIPPS für eine optisch ansprechende Internetseite:

Ein allseits beliebtes Zitat „form follows function“ trifft immer noch zu. Das Design sollte der Funktion und dem Ziel der Seite entsprechen. Oft wurde zu viel gewollt und dabei das Wesentliche aus den Augen verloren. Findet eine klare Linie und verfolgt diese konsequent von Anfang bis Ende. Das gilt für Design-Elemente, Farbe, Schrift, Syntax, Bilder, Nutzerführung und generell für alles auf eurer Seite.
Wer eine wirklich perfekte Webseite haben möchte, der lässt sich vom Profi eine Corporate Identity entwickeln, die dann das Corporate Web-Design bestimmt.


 

Das sind wirklich viele Punkte, die man gut im Blick behalten muss. Wenn Ihr euch unsicher seid, holt euch Hilfe vom Texter, Fotografen, Programmierer und Designer. Die Investition ist jeden Groschen wert und der Erfolg zahlt sich in kürze wieder aus. Auch hier trifft das Sprichwort zu „Billig kauft man immer zweimal.“.

Falls Ihr noch weitere hilfreiche Tipps habt, hinterlasst Sie gerne in einem Kommentar.


 

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